Welche Themen eignen sich für die mündliche Präsentation zur/zum Gepr. Personalfachkauffrau/mann?



Kassel. Die Azubi-Manager-Akademie gratuliert allen Kursteilnehmern zur bestandenen IHK Prüfung zur/zum Gepr. Personalfachkauffrau/mann vor der IHK Kassel-Marburg und der IHK Hanau. Es hat viel Spaß gemacht, mit Ihnen zusammen zu arbeiten. Wir wünschen Ihnen auf Ihrem weiteren Berufsweg alles Gute und viel Erfolg.
Ihr Marc-Michael Gallus

Heute wollen wir uns erneut mit der KI beschäftigen. Wir wissen bereits, dass die KI bei „amateurhaften“ Fragen auch amateurhafte und falsche Antworten gibt. Heute möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit die KI professionelle und hilfreiche Antworten gibt, wenn die Eingabeaufforderung („Prompt“) professionell erfolgt. Mein Prompt an die KI lautet wie folgt:
Bitte nenne mir 3 situative, fachliche und biographische Fragen für ein Vorstellungsgespräch mit Bewerbern für eine Ausbildung zum Industriekaufmann unter Berücksichtigung der Qualitätskriterien Objektivität, Validität und Reliabilität. Bitte nenne mir zusätzlich konkrete Bewertungskriterien dazu in einer verhaltensverankerten 5-er Skala. Die 3 entspricht unserer gewünschten Leistungsanforderung.
Antwort der KI:
Hallo, gerne unterstütze ich Sie bei der Erstellung von Fragen für ein Vorstellungsgespräch für angehende Industriekaufleute.
Hier sind 3 situative, fachliche und biografische Fragen, die die Kriterien Objektivität, Validität und Reliabilität berücksichtigen, sowie die dazugehörigen Bewertungskriterien auf einer verhaltensverankerten 5er-Skala.
Frage: „Stellen Sie sich vor, Sie haben eine E-Mail von einem wichtigen Kunden erhalten, der sich über eine verspätete Lieferung beschwert. Gleichzeitig klingelt das Telefon und ein Lieferant möchte dringend eine Rechnung klären. Was würden Sie tun und wie würden Sie dabei vorgehen?“
Bewertungskriterien (verhaltensverankerte 5er-Skala):
Frage: „Nehmen wir an, ein Artikel mit einem Einkaufspreis von 100€ soll mit einem 20%igen Gewinnzuschlag und 19% Umsatzsteuer verkauft werden. Wie hoch wäre der Bruttoverkaufspreis für den Kunden? Bitte beschreiben Sie, wie Sie zu dem Ergebnis kommen.“
Bewertungskriterien (verhaltensverankerte 5er-Skala):
Frage: „Beschreiben Sie bitte eine Situation aus Ihrer Schulzeit oder einem Praktikum, in der Sie mit einem unerwarteten Problem konfrontiert waren. Wie sind Sie dabei vorgegangen und was haben Sie daraus gelernt?“
Bewertungskriterien (verhaltensverankerte 5er-Skala):
Meine Stellungnahme dazu:
Das Arbeitsergebnis ist erstaunlich gut und kann fast genauso in der Praxis bei einem Vorstellungsgespräch eingesetzt werden. „Hochstrukturierte Bewerberinterviews“ sind im Personalbereich heutzutage Standard. Der KI-Prompt von oben kann praktisch für jeden Beruf adaptiert werden und kann bietet Personalern eine unschätzbare Hilfe, sehr gute Vorstellungsgespräche zu führen. Mehr noch: Die KI hilft dabei zusätzlich, Zeit und Kosten zu sparen.
Zur Situativen Frage 1:
>Die Frage entspricht einer klassischen Situation aus dem Betrieb. Die Aussagekraft ist hoch.
>Die Qualitätskriterien Objektivität, Validität und Reliabilität wurden eingehalten. Sehr gut.
>In der Eignungsdiagnostik hat sich die „verhaltensverankerte“ 5-er Skala als besonders aussagekräftig herausgestellt, wobei die Note 3 dem gewünschten Verhalten entspricht, bei dem wir den Bewerber einstellen würden. Sehr brauchbare Auswertung durch die KI. Könnte noch etwas präzisiert werden.
Zur Fachlichen Frage 2:
>Die Frage sollte ein Schulabgänger beantworten können, da es sich um eine Dreisatzaufgabe handelt, was Schulstoff der 7. Klasse ist. Man könnte hier eventuell dem Bewerber noch gestatten, einen Taschenrechner zu benutzen. Insgesamt ist die Aussagekraft hoch.
>Die Qualitätskriterien Objektivität, Validität und Reliabilität wurden eingehalten. Sehr gut.
>In der Eignungsdiagnostik hat sich die „verhaltensverankerte“ 5-er Skala als besonders aussagekräftig herausgestellt, wobei die Note 3 dem gewünschten Verhalten entspricht, bei dem wir den Bewerber einstellen würden. Sehr brauchbare Auswertung durch die KI. Könnte noch etwas präzisiert werden.
Zur Biographischen Frage 3:
>Die Frage wurde von der KI sehr gut gewählt. Probleme können überall im bisherigen Leben auftreten. Die Problemlösekompetenz kann hier anhand praktischer realer Fälle nachvollzogen und bewertet werden. Die Aussagekraft ist insgesamt sehr hoch.
>Die Qualitätskriterien Objektivität, Validität und Reliabilität wurden eingehalten. Sehr gut.
>In der Eignungsdiagnostik hat sich die „verhaltensverankerte“ 5-er Skala als besonders aussagekräftig herausgestellt, wobei die Note 3 dem gewünschten Verhalten entspricht, bei dem wir den Bewerber einstellen würden. Sehr brauchbare Auswertung durch die KI. Könnte noch etwas präzisiert werden.
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass mit der KI sehr gute Ergebnisse zu erwarten sind, WENN der Personaler über sehr gute Hintergrundkenntnisse verfügt. Wer sehr oft und viele Vorstellungsgespräche führen muss, wird sich mit dem Prompt von mir viel Arbeit und Zeit ersparen. Kleine Anpassungen sind zwar notwendig/wünschenswert, aber insgesamt ist die Aussagekraft der KI-Bewerberfragen dennoch überdurchschnittlich hoch. Sie sollten idealerweise 9 Fragen stellen (3 Situative, 3 fachliche und 3 Biographische), um eine aussagekräftige Reliabilität zu erreichen.
Als Unternehmen können Sie so leicht die besten Bewerber identifizieren. So verringert sich die Fluktuation Ihrer Mitarbeiter, die Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit in Ihrem Unternehmen hingegen steigt.

Künstliche Intelligenz (=KI) ist in aller Munde. Daher wollen wir heute der Frage nachgehen, ob man mit der KI tatsächlich einfach gute Fragen ermitteln kann, die man Bewerbern stellen kann.
Meine Eingabe der folgenden Frage an die KI:
Bitte nenne mir gute Fragen für ein Vorstellungsgespräch mit Bewerbern für eine Ausbildung zum Industriekaufmann!
Antwort der KI:
Natürlich, ich helfe dir gerne dabei! Hier sind einige gute Fragen, die du in einem Vorstellungsgespräch für Bewerber um eine Ausbildung zum Industriekaufmann stellen kannst:
Meine Stellungnahme dazu:
Leider treten hier viele Fehler auf, die unbedingt zu vermeiden sind.
>Frage 1 soll die Motivation des Bewerbers ermitteln. Der Bewerber kann hier leider zu Hause in jedem Internetratgeber nachlesen, was er antworten soll. Aussagekraft: 0%
>Frage 2 soll die Motivation des Bewerbers testen, in dem wir ihn fragen, was er über unser Unternehmen weiß. Jeder Bewerber kann diese Frage beantworten, wenn er die Homepage gelesen hat. Seine Motivation, warum er bei uns arbeiten will, können wir damit nicht ermitteln. Aussagekraft: 0%
>Frage 3 soll die Kompetenzen, die für eine Ausbildung zum Industriekaufmann notwendig sind, ermitteln. Daher wird nach den Noten Wirtschaft, Mathematik und Deutsch gefragt. Leider sagen Schulnoten nicht viel über den Bewerber aus, da selbst bei gleichen Leistungen der Schüler Abweichung von bis zu 3 Noten möglich sind. Des Weiteren kann anhand der Note nicht ermittelt werden, worin die Leistung bestand. Gedichtinterpretationen? Polynomdivision? – Diese Kompetenzen sind beispielsweise völlig nutzlos für eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Daher liegt die Aussagekraft der Schulnoten leider auch bei 0%.
>Frage 4 soll ermitteln, wie der Bewerber mit Stress oder Termindruck umgeht. Diese Frage ist tatsächlich gut, aber leider fehlt hier eine Bewertungsskala (Notenskala von 1-5), mit der wir die Antwort genau und objektiv bewerten können. Haben wir keinen Beurteilungsbogen vorliegen, ist die Aussagekraft aufgrund mangelnder Objektivität bei 0%.
>Frage 5 soll die Teamfähigkeit ermitteln. Dazu soll der Bewerber ein Beispiel nennen. Hier kann jeder Bewerber drauf antworten, da jeder Schüler bereits in Schülergruppen gearbeitet hat. Die Tatsache, dass ein Schüler in Gruppen gearbeitet hat, heißt noch lange nicht, dass er sich gut in Teams integrieren kann und gern mit anderen zusammen arbeitet. Die Ermittlung von Teamfähigkeit könnte man viel besser mit hochstrukturierten Bewerberinterviews feststellen. Daher liegt auch hier die Aussagekraft bei 0%.
>Frage 6 soll die Stärken und Schwächen eines Bewerbers ermitteln. Diese Frage steht in jedem Internetratgeber. Hier kann man dann als Schwächen beispielsweise Schokolade oder Arbeitssucht angeben. Als Stärken werden dann alle möglichen Dinge behauptet, die allerdings nicht belegt werden können. Blender kommen hier besonders gut zum Zug. Aussagekraft dieser Frage: 0%.
>Frage 7 soll ermitteln, welche Vorstellungen ein Bewerber über den Beruf hat und wie ein Arbeitsalltag so aussehen könnte. Hat das Unternehmen kein Praktikum als Voraussetzung in der Stellenanzeige als Bedingung genannt, dann ist diese Frage heikel, beziehungsweise die Aussagekraft (=Reliabilität) ist gleich 0, da die Bewerber vor einer Ausbildung in der Regel noch keine Praxiserfahrungen gesammelt haben können. Diese Frage kann also schlichtweg nicht beantwortet werden.
>Frage 8 soll die Vorkenntnisse ermitteln, die ein Bewerber bereits im kaufmännischen Bereich gesammelt hat. Diese Frage kann jeder Personaler aus dem Lebenslauf entnehmen. Sollte der Schulabgänger noch kein Praktikum gemacht haben, ist die Aussagekraft der Frage ebenfalls bei 0 einzustufen.
>Frage 9 ist ein Witz und zeigt die Unfähigkeit des Personalers. Nicht der Bewerber soll ermitteln, ob er für die Stelle geeignet ist sondern der Personaler. Und wenn der Personaler nicht weiß, welche sinnvollen Fragen er stellen soll, ist er leider unfähig. Die Aussagekraft dieser Frage liegt leider bei 0%.
>Frage 10 soll die Problemlösefähigkeit eines Bewerbers ermitteln. Diese Frage ist tatsächlich gut, aber auch nur dann, wenn ein Beurteilungsbogen vorliegt, bei dem die Bewerberantwort einer bestimmten Note zugeordnet werden kann. Nur so ist die Objektivität erfüllt. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, wird der Personaler rein subjektiv eine Bewertung vornehmen. Eine Vergleichbarkeit der Bewerber ist folglich unmöglich und die Aussagekraft liegt bei 0%.
Zusammengefasst: Die Ergebnisse der KI sind ernüchternd schlecht. Ohne ein entsprechendes Hintergrundwissen/Fachwissen des Personalers kann ich mit der KI nichts anfangen. Ich persönlich hätte ja erwartet, dass die KI wenigstens die Qualitätskriterien in der Eignungsdiagnostik (=Objektivität, Validität und Reliabilität) kennt und entsprechend berücksichtigt. Die Brauchbarkeit für einen Laien oder Nichtexperten ist sehr gefährlich. Von einer KI Nutzung kann nur dringend abgeraten werden.
Im nächsten Teil werden wir uns „Hochstrukturierten Bewerberinterviews“ beschäftigen und hierbei die KI zu Rate ziehen. Ob die Ergebnisse dann besser werden? – Lassen wir uns überraschen😉

Handlungsfeld 4.2.3.4: Externe Bildungsdienstleistungen
Nicht nur in Ihrer PFK-Prüfung müssen Sie in der Lage sein, diese Frage zu beantworten sondern auch im Berufsalltag, wenn Sie zum Beispiel Personalentwickler/in sind, um Bildungsdienstleistungen einzukaufen. Schließlich geht es um viel Geld und den Erfolg Ihres Unternehmens. Nicht zu vergessen, dass Sie persönlich ebenso von der richtigen Auswahl Ihrer eigenen zukünftigen Schulungen/Lehrgänge profitieren.
►Zertifizierungen haben KEINEN Aussagewert (>Ablauf des Unterrichts ist leider nie Gegenstand einer Zertifizierung) (Im Referendariat (Lehramt) finden hingegen regelmäßig Unterrichtsbesuche statt, die gemeinsam mit den Fachausbildern benotet und besprochen werden)
►Referenzen auf der Homepage!! (Nicht nur Logos von Unternehmen, sondern auch Personen, die man auch kontaktieren kann)
►Interview mit dem Trainer: Wie geht er vor? Methoden? Nur Vorlesung oder richtiger Unterricht mit den TN (hohe Handlungsorientierung)? (Reine (PowerPoint) Vorlesungen sind langweilig/ monoton für die Teilnehmer/innen und es verbleiben nur 20% der Inhalte im Gedächtnis) (Geringer Lernerfolg)
►Schulungsunterlagen anfordern zur Ansicht (Auszüge). Welchen Eindruck haben Sie? Sind die Unterlagen aktuell und verständlich?
►Welche Literatur wird benutzt? (Wenn nur 1 Lehrbuch benutzt wird ist das ein schlechtes Zeichen, da praktisch jedes Fachbuch unvollständig oder fehlerhaft ist. Das hat unmittelbar Auswirkungen auf den Lernerfolg der Teilnehmer/innen)
►Background des Dozenten (Berufserfahrung, Vorbildung, Zusatzqualifikationen)
►Persönliche Vorstellung des Dozenten einfordern
►Evaluationsbogen des Dozenten anschauen (Was und wie wird gemessen?)
►Arbeitsprobe einfordern (z.B. 2 praktische Unterweisungen planen und durchführen vor Ort im Unternehmen

Zum Projektabschluss sollte immer ein Evaluationsbogen erstellt werden. Auch in PFK-Prüfungen wird häufiger die Aufgabe gestellt, einen eigenen Evaluationsbogen zu erstellen. Die Frage lautet nun: Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Evaluationsbogen?
Abbildung 1 zeigt ein negatives Beispiel.

Solche oder so ähnliche Evaluationsbögen sind häufig in Lehrbüchern oder auch bei Seminaranbietern zu finden. Was ist an diesen Evaluationbogen eigentlich so mangelhaft?
Fazit: Die Aussagekraft dieses Evaluationsbogens ist mangelhaft.
In Abbildung 2 wurde ein verhaltensverankerter Evaluationsbogen erstellt.

Kleiner Tipp dazu: Sie können die Qualität eines Bildungsanbieters/ Trainers sehr schnell erkennen, indem Sie sich als Kunde den Evaluationsbogen vorab zusenden lassen ![]()
Die Azubi-Manager-Akademie gratuliert Frau Bürglen zur bestandenen PFK-Prüfung am 24.06.2025 vor der IHK Chemnitz. Das war eine tolle Leistung von Ihnen und wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre berufliche Zukunft ![]()

In jedem aktuellen Standardwerk für Geprüfte Personalfachkaufleute ist dieser Tipp (leider) zu finden: Sie haben als Unternehmen Probleme, die richtigen Fach- und Führungskräfte zu finden? – Dann ist Headhunting die erste Wahl.
Kassel. Am 19.11.2024 wurden 695 Prüfer/innen der IHK Kassel-Marburg in einer feierlichen Umgebung in der Stadthalle Baunatal für ihr ehrenamtliches Engagement in der beruflichen Aus- und Weiterbildung geehrt.
Marc-Michael Gallus wurde an diesem Abend die silberne Ehrennadel verliehen.
„Die ehrenamtliche Mitarbeit in Prüfungsausschüssen, so Marc-Michael Gallus von der Azubi-Manager-Akademie, ist ein Garant für eine hohe Qualität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Als Prüfer/in profitiere man nicht nur durch den fachlichen Austausch mit anderen Prüfern, sondern man gewinnt ebenfalls wertvolle Erfahrungen im Umgang mit schriftlichen und praktischen Prüfungen. Für Kursteilnehmer/innen ist es stets ein großer Vorteil, wenn der Kursleiter „IHK-Prüfer“ ist.“

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