Fehlt leider oft in Lehrbüchern für Geprüfte Personalfachkaufleute: Die Balanced-Scorecard

In der Berufspraxis ebenso wichtig wie in der IHK Prüfung zur/m Geprüften Personalfachkauffrau/ mann: Die Balanced-Scorecard.

Was ist der Sinn dieser Karte?

Das Management bekommt von vielen Abteilungen viele Kennzahlen vorgelegt, um diese für betriebswirtschaftliche Entscheidungen zu nutzen. Die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen ist schwierig.

Genau hier setzt die Karte an: Sie kann von jeder Abteilung im Unternehmen genutzt werden, um die wichtigsten 15-20 Kennzahlen zusammenzutragen mit Begründung und Kennzahl. Wenn jede Abteilung im Unternehmen diese Balanced Scorecard gewissenhaft ausfüllt und der Geschäftsführung vorlegt, werden die zu treffenden Entscheidungen leichter und transparenter. Das Unternehmen sowie alle Mitarbeiter des Unternehmens profitieren davon.

Nachfolgend (Abbildung 1) habe ich eine Balanced-Scorecard für die Personalabteilung mit  jeweils 2 Beispielen beigefügt zum besseren Verständnis.

In meinem Lehrwerk habe ich alle Prüfungsthemen seit 2010 teilnehmergerecht und vollständig aufbereitet, sodass jeder Teilnehmer/in die idealen Voraussetzungen hat, die IHK-Prüfung erfolgreich zu bestehen.

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Lerntipp für Ihre IHK-Prüfung zur/zum Gepr. Personalfachkauffrau/mann: Der Management-Regelkreis

Lerntipp: Der Management-Regelkreis

Der Lernstoff für die IHK-Prüfung der Personalfachkaufleute (PFK) ist sehr umfangreich. Daher möchte ich gern einen Tipp teilen, den ich meinen Kursteilnehmern immer ans Herz lege.

In den 4 Handlungsfeldern kommen sehr viele verschiedene Planungs- und Ablaufempfehlungen/-diagramme vor, die prüfungsrelevant sind.

Beispiele: Benchmarking planen und durchführen, Innovationsprozess initiieren, Prozessgestaltung (mehrere Modelle möglich), Durchführung eines Prozessaudits, Prozessselbstbewertung nach EFQM, Planung von Projekten, Projektphasen eines Projektes, PDCA-Zyklus….

Frage: Muss man die alle auswendig können für die Prüfung?

Antwort: NEIN. Es gibt EINE Variante, sozusagen ein Generalschlüssel, mit dem Sie ALLE anderen Schlösser sinnbildlich öffnen können. Es handelt sich dabei um den „Management-Regelkreislauf“. Mit diesem Ablauf (Abbildung 1) lassen sich die oben genannten Beispiele kinderleicht herleiten und die Prüfungsfragen logisch und sicher beantworten.

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Abschiedsessen mit den zukünftigen Ausbildern (IHK)

Kassel. In netter und gemütlicher Athmosphäre wurde das erfolgreiche Ende des Ausbilderlehrgangs im Restaurant Eckstein in Kassel gefeiert. Dass alle Teilnehmer/innen ihre IHK Prüfungen bestanden haben, sorgte für glückliche und zufriedene Gesichter. Aber auch der Geschäftsinhaber der Azubi-Manager-Akademie, Herr Gallus, zeigte sich in der Runde sehr erfreut über die 100% Bestehensquote seiner Teilnehmer/innen.

Wie erstelle ich eine Präsentation für die/den Gepr. Personalfachkauffrau/mann?

Viele Teilnehmer/innen haben Schwierigkeiten, eine eigene Präsentation zu erstellen. Heute möchte ich Ihnen anhand eines Praxisbeispiels veranschaulichen, wie man eine gute Präsentation aufbauen kann.

0 Deckblatt (Thema/Titel, Zitat oder Abbildung, um Spannung zu erzeugen) (1 Seite)

Beispielthema: Einführung von hochstrukturierten Bewerberinterviews für Führungskräfte.

Zitat: „Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein.“
Marie von Ebner-Eschenbach

1 Vorstellung des Unternehmens (1 Seite)

Das Unternehmen sollte kurz und übersichtlich mit Zahlen und Fakten vorgestellt werden

2 IST-Analyse/Problembeschreibung (1 Seite)

Hier stellen Sie ihre jetzige Situation dar. Es muss ein personalwirtschaftliches Problem dargestellt werden mit klaren Zahlen und zur besseren Visualisierung auch graphisch, z.B. Kuchendiagramm.

Beispielhafte Problembeschreibung: In den letzten sechs Monaten betrug unsere Fehlbesetzungsquote bei Neueinstellungen von Führungskräften 50 %. Diese IST-Situation sollte jetzt zahlenmäßig und graphisch genauer dargestellt werden

3 Ursachenanalyse (1 Seite)

Hier müssen Sie jetzt Gründe anführen und mit Zahlen/Fakten belegen. Z.B. Ursachen wären nicht aussagekräftige Fragen im Vorstellungsgespräch, z.B. Stärken und Schwächen, Bewerbungsgründe, Selbstcharakterisierung des Bewerbers. Hier wird jetzt dargestellt und mit Fakten belegt, warum diese Fragen im Vorstellungsgespräch keine Aussagekraft haben (z.B. aktuelle Studien). Es muss für die Zuhörer klar und eindeutig sein, worin das Problem liegt, dass wir eine so hohe Fehlbesetzungsquote haben. Diese Ursachenanalyse sollte auch wieder graphisch übersichtlich gestaltet sein und mit Graphiken untermauert sein.

4 Soll-Situation / Lösungsansatz (1 Seite)

Hier nennen Sie jetzt Ihr Ziel, was Sie mit Ihrem Verbesserungsvorschlag erreichen wollen. Dieser muss messbar und überprüfbar sein.

Beispiel Soll-Situation: Fehlbesetzungen von Führungskräften in den nächsten 6 Monaten auf unter 10% senken.
Beispiel Lösungsansatz: Einführung von hochstrukturierten Bewerberinterviews

5 Kosten-Nutzen Analyse (2-3 Seiten)

Die Kosten-Nutzenanalyse ist extrem wichtig, da Sie hier ALLE Kosten, die bisher anfallen/entstanden sind, mit den Kosten für Ihren Verbesserungsvorschlag gegenüberstellen. Dazu kann gehören auf jeden Fall die Personalkosten, der Zeitraum etc. Der Geschäftsführung (IHK Prüfer) muss auf einen Blick ersichtlich sein, dass sich Ihr Verbesserungsvorschlag lohnt und zwar aus betriebswirtschaftlichen Gründen.
Sie könnten auf der ersten Seite kurz graphisch die Vorteile Ihrer Maßnahme gegen über den bisher entstandenen Kosten gegenüberstellen
Auf der Nächsten Seite könnten Sie eine genaue Aufstellung der Zahlen liefern. Diese sollten schlüssig sein. Hier sollten Sie Ihr Unternehmen oder Dozenten um Hilfe bitten, um genaue Zahlen zu erhalten.

6 Umsetzung (4-5 Seiten)

Hier müssen Sie darstellen, wie Sie bei Ihrem Verbesserungsvorschlag vorgehen (zeitliche und inhaltliche Planung). Dabei müssen Sie davon ausgehen, dass die Geschäftsführung keine Personaler sind und Sie daher wichtige Informationen auch erklären müssen, z.B. die Gütekriterien Objektivität, Validität und Reliabilität bei der Umsetzung von hochstrukturierten Bewerberinterviews.
Tipp: Arbeiten Sie mit Meilensteinen, die auf einem Zeitstrahl genau abzulesen sind für die Prüfer. Das vereinfacht das Verständnis. Waagerecht: Zeitraum, Senkrecht: Einzelne Schritte der Umsetzung, Step1, Step2….
Wichtig ist auch eine Evaluierung bei Ihrer Planung. Sie müssen nach Durchführung Ihrer Maßnahme die Möglichkeit haben, diese auf ihren Erfolg hin zu überprüfen. Das geht nur mit Fakten und Zahlen, keine Vermutungen. Stellen Sie dar, wie Sie ihre Maßnahme beurteilen können und werden.

7 Rechtliche Rahmenbedingungen (1 Seite)

Hier listen Sie die wichtigsten Gesetze auf, die Sie bei der Umsetzung Ihres Verbesserungsvorschlags berücksichtigen müssen, z.B. Betriebsverfassungsgesetz, Datenschutzgesetz, AGG…)

8 Fazit (1 Seite)

Kurzes Statement von Ihnen mit der Bitte um Zustimmung der Geschäftsführung zur Umsetzung des Verbesserungsvorschlags.
Zum Beispiel: Angesichts der genannten Vorteile empfehle ich die Einführung hochstrukturierter Bewerberinterviews, um die Fehlbesetzungsquote bei Führungskräften auf unter 10 % zu senken und damit Kosten sowie Zeitaufwand nachhaltig zu reduzieren.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen jetzt gerne zur Verfügung.

Businessman and woman discussing on stockmarket charts in office

Welche Themen eignen sich für die mündliche Präsentation zur/zum Gepr. Personalfachkauffrau/mann?

Da diese Frage ein Dauerbrenner ist, möchte ich hier ein paar Vorschläge machen, die sich gut eignen. Natürlich unterstütze ich unsere Teilnehmer/innen in den Kursen bei der Findung, Planung und Erstellung der Präsentation für ihre IHK Prüfung.

-Planung und Durchführung eines Workshops oder eines Trainings , z.B. Interkulturelles Lernen oder ein Sprachkurs (Englisch)
-Einführung eines BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement)
-Einführung von hochstrukturierten Bewerberinterviews (Vorstellungsgespräche)
-Planung und Durchführung eines Assessment-Center (AC) für eine Stelle als Führungskraft
-Azubi-Onboarding oder Onboarding für Mitarbeiter
-Einführung von Zeitarbeit bei erhöhten Auftragseingängen
-Einführung eines Zeiterfassungssystems
-Planung und Durchführung einer Mitarbeiterbefragung
-Erstellung eines Beurteilungsbogens für Mitarbeiter
-Einführung einer leistungsorientierten Bezahlung für Mitarbeiter im Vertrieb
-Einführung einer digitalen Personalakte
-Planung und Entwicklung eines Stellenanforderungsprofils
-Planung und Durchführung einer Zertifizierung
-Planung und Entwicklung eines Trainee Programms für Hochschulabsolventen
-Planung eines Messeauftritts, z.B Ausbildungsmesse

Wie finde ich ein geeignetes Thema für die Präsentation zur/zum Gepr. Personalfachkauffrau/mann?

Hier einige Tipps von mir:

1 Jede IHK in Deutschland hat die gleichen bundesweiten Vorgaben, eine Präsentation zu bewerten. Das heißt, dass es keine Rolle spielt, an welcher IHK Sie Ihre Prüfung ablegen. Alle meine bisherigen Teilnehmer/innen haben an unterschiedlichsten Kammern Ihre Prüfungen abgelegt. Da gab es nie Probleme.

2 Sie sollten bei der Auswahl der beiden Präsentationsthemen folgendes beachten:

-Zahlen/Kosten/Zeitaufwand (Haben Sie ein Problem damit, diese zu ermitteln, lassen Sie die Finger von dem Thema)

-Fachwissen über das Thema haben (Sie können Ihren Dozenten, oder auch mich, um Literaturempfehlungen bitten)

-Auf eine hohe Praxisrelevanz achten! (Die ist sehr nützlich für spätere Vorstellungsgespräche als Bewerber/in, denn die meisten Personalabteilungen der Unternehmen haben genug offene Baustellen, für die Sie idealerweise eine praxisnahe Lösung ausgearbeitet haben.- Aber auch in Ihrem Unternehmen können praxisnahe Lösungen Ihnen dabei helfen, beruflich aufzusteigen)

-Die IST-Situation in Ihrem Betrieb muss konkret beschrieben werden und messbar sein

-Die SOLL-Situation in Ihrem Betrieb (Verbesserung) muss klar beschrieben werden und auch messbar sein

Alle Kursteilnehmer/innen haben ihre Abschlussprüfung zur/zum Geprüften Personalfachkauffrau/mann bestanden

Kassel. Die Azubi-Manager-Akademie gratuliert allen Kursteilnehmern zur bestandenen IHK Prüfung zur/zum Gepr. Personalfachkauffrau/mann vor der IHK Kassel-Marburg und der IHK Hanau. Es hat viel Spaß gemacht, mit Ihnen zusammen zu arbeiten. Wir wünschen Ihnen auf Ihrem weiteren Berufsweg alles Gute und viel Erfolg.

Ihr Marc-Michael Gallus

IHK Kassel-Marburg erhöht Prüfungsgebühren zum 01.01.2026

Kassel. Die IHK Kassel-Marburg erhöht zum 01.01.2026 ihre Prüfungsgebühren.

Das bedeutet für Sie als Kunde, dass für die von uns angebotenen Lehrgänge folgende IHK-Prüfungsgebühren anfallen werden:

  • Ausbildung der Ausbilder (AdA/AEVO) – (Schriftliche und Praktische Prüfung): 353,- Euro
  • Ausbildung der Ausbilder (AdA/AEVO) – (Nur die praktische Prüfung): 220,- Euro
  • Geprüfte/r Personalfachkauffrau/mann – (Schriftliche und mündliche Prüfung): 752,- Euro

Die komplette Übersicht der Prüfungsgebühren der IHK Kassel-Marburg können Sie hier downloaden:

Gebuehrenordnung-IHK-Kassel-Marburg-2026

Rezertifizierung erfolgreich abgeschlossen – Weiterbildung Hessen e.V. verleiht uns erneut das Qualitätssiegel

Kassel. Wir freuen uns über eine erfolgreiche Rezertifizierung und möchten diesen Anlass gern mit Ihnen teilen. Weiterbildung Hessen e.V. hat uns erneut die hohe Qualität unserer Weiterbildungsangebote bestätigt. Wir hoffen, dass Sie als Kunden uns auch in Zukunft Ihr Vertrauen schenken. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Professionelle Vorstellungsgespräche mit der KI planen und auswerten – so geht Personalarbeit 4.0 heute

Heute wollen wir uns erneut mit der KI beschäftigen. Wir wissen bereits, dass die KI bei „amateurhaften“ Fragen auch amateurhafte und falsche Antworten gibt. Heute möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit die KI professionelle und hilfreiche Antworten gibt, wenn die Eingabeaufforderung („Prompt“) professionell erfolgt. Mein Prompt an die KI lautet wie folgt:

Bitte nenne mir 3 situative, fachliche und biographische Fragen für ein Vorstellungsgespräch mit Bewerbern für eine Ausbildung zum Industriekaufmann unter Berücksichtigung der Qualitätskriterien Objektivität, Validität und Reliabilität. Bitte nenne mir zusätzlich konkrete Bewertungskriterien dazu in einer verhaltensverankerten 5-er Skala. Die 3 entspricht unserer gewünschten Leistungsanforderung.

Antwort der KI:

Hallo, gerne unterstütze ich Sie bei der Erstellung von Fragen für ein Vorstellungsgespräch für angehende Industriekaufleute.

Hier sind 3 situative, fachliche und biografische Fragen, die die Kriterien Objektivität, Validität und Reliabilität berücksichtigen, sowie die dazugehörigen Bewertungskriterien auf einer verhaltensverankerten 5er-Skala.

  1. Situative Frage

Frage: „Stellen Sie sich vor, Sie haben eine E-Mail von einem wichtigen Kunden erhalten, der sich über eine verspätete Lieferung beschwert. Gleichzeitig klingelt das Telefon und ein Lieferant möchte dringend eine Rechnung klären. Was würden Sie tun und wie würden Sie dabei vorgehen?“

  • Objektivität: Die Situation ist für alle Bewerber gleich. Es geht um die Beschreibung des Vorgehens, nicht um eine vage Einschätzung.
  • Validität: Die Frage misst die Fähigkeit zur Prioritätensetzung, Problemlösung und Kommunikationsgeschick unter Zeitdruck – zentrale Kompetenzen für einen Industriekaufmann.
  • Reliabilität: Die Frage ist klar formuliert und lässt wenig Raum für Interpretationen. Die Bewertung erfolgt anhand der gleichen Kriterien (verhaltensverankerte Skala).

Bewertungskriterien (verhaltensverankerte 5er-Skala):

  • 1 (Ungenügend): Der Bewerber zeigt keinerlei Lösungsansatz. Er würde entweder impulsiv handeln, gar nichts tun oder das Problem ignorieren. Es wird keine Priorität gesetzt.
  • 2 (Verbesserungswürdig): Der Bewerber nennt einen der beiden Punkte, vernachlässigt den anderen aber vollständig. Er zeigt eine Tendenz zur Priorisierung, aber ohne klaren Plan (z. B. „Ich würde erst die E-Mail beantworten, weil es ein Kunde ist.“).
  • 3 (Erfüllt unsere Anforderungen): Der Bewerber erkennt die Dringlichkeit beider Anliegen, priorisiert jedoch den Kunden als wichtiger. Er erklärt, dass er den Telefonanruf kurz annehmen, dem Lieferanten um Verständnis bitten und eine spätere Klärung vorschlagen würde, um sich anschließend voll und ganz der Kundenbeschwerde zu widmen. Die Antwort ist strukturiert und lösungsorientiert.
  • 4 (Gut): Der Bewerber agiert proaktiv. Er würde den Lieferanten höflich um einen Rückruf bitten, sich dann sofort um die Kunden-E-Mail kümmern und dem Kunden eine erste Zwischenmeldung senden („Wir kümmern uns sofort darum…“). Zudem würde er einen genauen Zeitpunkt festlegen, wann er sich um den Lieferanten kümmern wird. Er zeigt eine ausgeprägte Fähigkeit, mehrere Aufgaben parallel zu managen.
  • 5 (Ausgezeichnet): Der Bewerber erkennt nicht nur die Priorität des Kunden, sondern denkt auch über den konkreten Fall hinaus. Er würde das Problem lösen (Kunde beruhigen, Lieferanten vertrösten) und zusätzlich den Prozess im Unternehmen hinterfragen, um zukünftige Verspätungen zu vermeiden. Er zeigt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Prozessdenken.
  1. Fachliche Frage

Frage: „Nehmen wir an, ein Artikel mit einem Einkaufspreis von 100€ soll mit einem 20%igen Gewinnzuschlag und 19% Umsatzsteuer verkauft werden. Wie hoch wäre der Bruttoverkaufspreis für den Kunden? Bitte beschreiben Sie, wie Sie zu dem Ergebnis kommen.“

  • Objektivität: Die Frage hat eine eindeutige, richtige Antwort und ist für alle Bewerber identisch. Die Bewertung erfolgt anhand des Rechenweges.
  • Validität: Die Frage testet grundlegende kaufmännische Rechenfähigkeiten und das Verständnis für wichtige betriebswirtschaftliche Begriffe wie Gewinnzuschlag und Umsatzsteuer – essenziell für einen Industriekaufmann.
  • Reliabilität: Die Frage ist klar und eindeutig. Die Bewertung orientiert sich nicht nur am Endergebnis, sondern am logischen Vorgehen, wodurch eine konsistente Beurteilung gewährleistet wird.

Bewertungskriterien (verhaltensverankerte 5er-Skala):

  • 1 (Ungenügend): Der Bewerber kann die Aufgabe nicht lösen oder nennt ein völlig falsches Ergebnis ohne nachvollziehbaren Rechenweg. Er hat keine Ahnung von den Begrifflichkeiten.
  • 2 (Verbesserungswürdig): Der Bewerber kennt die Begriffe, verrechnet sich jedoch oder verwechselt die Reihenfolge (z. B. addiert die Umsatzsteuer vor dem Gewinnzuschlag). Die grundlegende Logik ist fehlerhaft.
  • 3 (Erfüllt unsere Anforderungen): Der Bewerber löst die Aufgabe korrekt und kann den Rechenweg erklären. Er berechnet zuerst den Nettoverkaufspreis (100€+20%=120€) und addiert dann korrekt die Umsatzsteuer (120€⋅1.19=142,80€). Die Antwort ist nachvollziehbar und richtig.
  • 4 (Gut): Der Bewerber löst die Aufgabe nicht nur korrekt, sondern kann auch die kaufmännischen Zusammenhänge erklären. Er unterscheidet klar zwischen Netto- und Brutto-Preisen und versteht die Funktion von Gewinnzuschlag und Umsatzsteuer.
  • 5 (Ausgezeichnet): Der Bewerber löst die Aufgabe korrekt, erklärt die Zusammenhänge und kann zudem weitere Aspekte einbeziehen. Er könnte zum Beispiel ergänzen, dass der Bruttoverkaufspreis der Endpreis für den Kunden ist und die Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss. Er zeigt ein sehr gutes Verständnis für die Materie.
  1. Biografische Frage

Frage: „Beschreiben Sie bitte eine Situation aus Ihrer Schulzeit oder einem Praktikum, in der Sie mit einem unerwarteten Problem konfrontiert waren. Wie sind Sie dabei vorgegangen und was haben Sie daraus gelernt?“

  • Objektivität: Die Frage ist offen, aber die Bewertung erfolgt anhand spezifischer Kriterien (Vorgehensweise, Reflektion, Lernbereitschaft), nicht anhand der Geschichte selbst.
  • Validität: Die Frage testet die Fähigkeit zur Problemlösung, Reflektion und Lernbereitschaft anhand realer, erlebter Situationen. Dies gibt Aufschluss über zukünftiges Verhalten im Unternehmen.
  • Reliabilität: Die Frage ist klar und zielt auf ein konkretes, erlebbares Beispiel ab. Die Bewertung ist konsistent, da sie sich auf die Struktur der Antwort konzentriert: Was war das Problem? Was wurde getan? Was war das Ergebnis? Was wurde gelernt?

Bewertungskriterien (verhaltensverankerte 5er-Skala):

  • 1 (Ungenügend): Der Bewerber kann keine konkrete Situation nennen oder die geschilderte Situation ist vage und ohne echtes Problem. Er kann nicht erklären, was er getan oder gelernt hat.
  • 2 (Verbesserungswürdig): Der Bewerber nennt eine Situation, schildert jedoch nur das Problem, ohne einen klaren Lösungsansatz oder eine persönliche Reflektion. Er zeigt keine erkennbare Lernkurve.
  • 3 (Erfüllt unsere Anforderungen): Der Bewerber beschreibt eine Situation, in der er mit einem Problem konfrontiert war (z. B. ein Teammitglied fiel aus, eine Präsentation musste neu erstellt werden). Er schildert sein Vorgehen (z. B. „Ich habe die Aufgaben neu verteilt und dann…“) und nennt ein konkretes, passendes Ergebnis sowie einen Lernpunkt („Dabei habe ich gelernt, wie wichtig gute Planung ist.“).
  • 4 (Gut): Der Bewerber beschreibt nicht nur das Problem und die Lösung, sondern reflektiert auch sehr präzise, welche Fähigkeiten (z. B. Zeitmanagement, Teamarbeit, Kommunikation) er dabei eingesetzt und verbessert hat. Die Antwort ist sehr strukturiert und zeigt eine hohe Selbsteinschätzung.
  • 5 (Ausgezeichnet): Der Bewerber beschreibt eine komplexe Situation, die er proaktiv gelöst hat. Er hat nicht nur das Problem behoben, sondern auch präventive Maßnahmen für die Zukunft ergriffen (z. B. einen besseren Kommunikationskanal geschaffen). Seine Reflektion ist tiefgreifend und er kann erklären, wie dieses Erlebnis seine Arbeitsweise nachhaltig geprägt hat.

Meine Stellungnahme dazu:

Das Arbeitsergebnis ist erstaunlich gut und kann fast genauso in der Praxis bei einem Vorstellungsgespräch eingesetzt werden. „Hochstrukturierte Bewerberinterviews“ sind im Personalbereich heutzutage Standard. Der KI-Prompt von oben kann praktisch für jeden Beruf adaptiert werden und kann bietet Personalern eine unschätzbare Hilfe, sehr gute Vorstellungsgespräche zu führen. Mehr noch: Die KI hilft dabei zusätzlich, Zeit und Kosten zu sparen.

Zur Situativen Frage 1:

>Die Frage entspricht einer klassischen Situation aus dem Betrieb. Die Aussagekraft ist hoch.

>Die Qualitätskriterien Objektivität, Validität und Reliabilität wurden eingehalten. Sehr gut.

>In der Eignungsdiagnostik hat sich die „verhaltensverankerte“ 5-er Skala als besonders aussagekräftig herausgestellt, wobei die Note 3 dem gewünschten Verhalten entspricht, bei dem wir den Bewerber einstellen würden. Sehr brauchbare Auswertung durch die KI. Könnte noch etwas präzisiert werden.

Zur Fachlichen Frage 2:

>Die Frage sollte ein Schulabgänger beantworten können, da es sich um eine Dreisatzaufgabe handelt, was Schulstoff der 7. Klasse ist. Man könnte hier eventuell dem Bewerber noch gestatten, einen Taschenrechner zu benutzen. Insgesamt ist die Aussagekraft hoch.

>Die Qualitätskriterien Objektivität, Validität und Reliabilität wurden eingehalten. Sehr gut.

>In der Eignungsdiagnostik hat sich die „verhaltensverankerte“ 5-er Skala als besonders aussagekräftig herausgestellt, wobei die Note 3 dem gewünschten Verhalten entspricht, bei dem wir den Bewerber einstellen würden. Sehr brauchbare Auswertung durch die KI. Könnte noch etwas präzisiert werden.

Zur Biographischen Frage 3:

>Die Frage wurde von der KI sehr gut gewählt. Probleme können überall im bisherigen Leben auftreten. Die Problemlösekompetenz kann hier anhand praktischer realer Fälle nachvollzogen und bewertet werden. Die Aussagekraft ist insgesamt sehr hoch.

>Die Qualitätskriterien Objektivität, Validität und Reliabilität wurden eingehalten. Sehr gut.

>In der Eignungsdiagnostik hat sich die „verhaltensverankerte“ 5-er Skala als besonders aussagekräftig herausgestellt, wobei die Note 3 dem gewünschten Verhalten entspricht, bei dem wir den Bewerber einstellen würden. Sehr brauchbare Auswertung durch die KI. Könnte noch etwas präzisiert werden.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass mit der KI sehr gute Ergebnisse zu erwarten sind, WENN der Personaler über sehr gute Hintergrundkenntnisse verfügt. Wer sehr oft und viele Vorstellungsgespräche führen muss, wird sich mit dem Prompt von mir viel Arbeit und Zeit ersparen. Kleine Anpassungen sind zwar notwendig/wünschenswert, aber insgesamt ist die Aussagekraft der KI-Bewerberfragen dennoch überdurchschnittlich hoch. Sie sollten idealerweise 9 Fragen stellen (3 Situative, 3 fachliche und 3 Biographische), um eine aussagekräftige Reliabilität zu erreichen.

Als Unternehmen können Sie so leicht die besten Bewerber identifizieren. So verringert sich die Fluktuation Ihrer Mitarbeiter, die Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit in Ihrem Unternehmen hingegen steigt.